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Louvre (© by GB Vienna) Parc de Chaillot und Eiffelturm (© by GB Vienna)


Linkes Bild:
Louvre

Rechtes Bild:
Parc de Chaillot und Eiffelturm


Paris ist die Mitte der Welt und die wahre europäische Hauptstadt: Hier lebt knapp ein Fünftel der gesamten Bevölkerung des Landes, jeder fünfte Beschäftigte Frankreichs arbeitet im Großraum der Stadt. Paris zählte bereits im Jahr 1850 mehr als 1 Million Bewohner.
Heute wird der Großraum von nicht weniger als 11 Millionen Menschen bevölkert. Hunderttausende pendeln täglich in die Stadt, deren Infrastruktur dementsprechend gut ausgebaut ist: Paris verfügt über 3 Flughäfen (Charles de Gaulle – Roissy, Orly und Le Bourget) sowie über das dichteste U-Bahn Netz der Welt mit 14 Linien.

Paris, wohin man schaut
Das Wahrzeichen der Stadt ist zweifelsohne der 307m hohe Eiffelturm. Er wurde vom Ingenieur Alexandre Gustave Eiffel entworfen, von 1887-1889 erbaut und zur damals in Paris stattfindenden Weltausstellung eröffnet. Auf mehreren Aussichtsplattformen bietet er schwindelfreien Besuchern eindrucksvolle Ausblicke über Paris.
Berühmt ist auch der Blick von den Champs Elysees auf den Arc de Triomphe de l’Etoile, der bereits 1806 von Napoleon I. in Auftrag gegeben wurde, jedoch erst 1836 (nach dessen Tod) vollendet werden konnte. Dort treffen sich zwölf Avenuen, die sternförmig auf den Platz zulaufen. Am Fuß des Triumphbogens befindet sich das 1921 als Mahnmal eingerichtete Grabmal des Unbekannten Soldaten, an dem täglich eine Delegation ehemaliger Soldaten eine Kerze entzündet.
Einen zeitgemäßen Kontrapunkt findet der Arc de Triomphe im Grande Arche, dem 1989 anlässlich der 200-Jahr-Feier der Französischen Revolution unter Staatspräsident Mitterand eingeweihtem Wahrzeichen des modernen Viertels La Défense. Der Stadtteil beeindruckt durch sein futuristisches Ambiente und zeichnet sich durch Funktionalität und strikte Trennung von Verkehr und Fußgängerzonen aus. Wohnungen, Einkaufszentren, kulturelle Institutionen und die Unterhaltungsindustrie (z.B. ein IMAX-Kino) beleben das Viertel.
Paris wird von der Seine in ein Viertel am linken und ein Viertel am rechten Ufer geteilt. Eine Bootsrundfahrt auf dem Fluss ist Pflichtprogramm für jeden Besucher! Zahlreiche Brücken verbinden die beiden Seine-Ufer: Eine der schönsten der im Stadtgebiet rund 35 ist die (zwischen 1578 und 1607 erbaute) Pont Neuf, die mit 330m längste der alten Seine-Brücken.

Notre Dame (© by GB Vienna) Sacre Coeur (© by GB Vienna) Kaufhaus 'Au Printemps' (© by GB Vienna) Panthéon (© by GB Vienna)


Bilder (von links nach rechts):

1. Notre Dame

2. Sacre Coeur

3. Im Kaufhaus 'Au Printemps'

4. Panthéon

Stadt der Architektur, Kunst und Kultur
Was Paris an Architektur, Kunst und Unterhaltung zu bieten hat, wirkt manchmal schon fast überheblich. Vom Jugendstil („Art Nouveau“) geprägte, künstlerisch gestaltete Abgänge zu Métro-Stationen (z.B. zur Station am Place des Abesses, gestaltet von Hector Guimard), aber auch moderne Beton- und Glaskomplexe finden sich mitten im alten, imperialen Häusermeer. Auf der anderen Seite bietet die Seine-Metropole aber auch eine Ursprünglichkeit und Gemütlichkeit, die in anderen Weltstädten wohl nicht möglich wäre: Mit romantischen Plätzen, gepflegten Parks, Boulangerien und Märkten, Ateliers und Galerien und natürlich den vielen Cafés.
Berühmt ist Paris vor allem auch für seine Museen, allen voran natürlich das Musée de Louvre, das als die größte Kunstsammlung der Welt gilt. Seit 1989 betritt man das Museum durch die 22m hohe Glaspyramide des amerikanisch-chinesischen Architekten Ieoh Ming Pei. Die Liste der bedeutenden, im Louvre ausgestellten Werke der Kunstgeschichte ist schier endlos: Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ und die Statue der Venus von Milo seien hier nur als prominente Beispiele genannt. Ein Pablo Picasso gewidmetes Museum bietet einen Querschnitt durch das gesamte Schaffen des spanischen Künstlers. Das Paris des 19. und 20. Jahrhunderts war eine von Liberalität und Offenheit geprägte Stadt und damit Nährboden für zahlreiche kulturelle Entwicklungen: So nahm unter anderem der Impressionismus als Kunstrichtung hier seinen Ausgang (das Musée d’Orsay bietet einen Querschnitt). Die Moderne wird im Centre Pompidou ausgestellt, genau im dort beheimateten Musée National d’Art moderne. Berühmt ist der 1977 eröffnete und von den Architekten Renzo Piano und Richard Rogers entworfene Bau auch für den gläsernen Tunnel an seiner Außenwand, auch „Raupe“ genannt, in dem sich eine Rolltreppe nach oben windet. Des Weiteren finden sich im Gebäude ein Zentrum für Industriedesign, ein Institut für zeitgenössische Musik, eine Bibliothek und ein Theater.
In Paris gibt es zahlreiche Sakralbauten von weltweiter kunstgeschichtlicher Bedeutung. Neben Sacré-Coeur zählen vor allem der Invalidendom (die Grabkirche Napoleons I.) und die Kathedrale Notre-Dame auf der Ile de la Cité, deren Grundstein 1163 gelegt wurde. In der Mitte des großen Vorplatzes, dem Parvis, zeigt eine Bronzeplatte den Punkt an, von dem aus alle Städteentfernungen berechnet werden. Ein literarisches Denkmal wurde der Kathedrale in Victor Hugos „Der Glöckner von Notre Dame“ gesetzt. Eine andere berühmte, ursprünglich als Kirche konzipierte Grabstätte ist das Panthéon, das 1789 (im Revolutionsjahr) fertig gestellt wurde und u.a. die Grabmäler J.J. Rousseaus, Voltaires, Victor Hugos und Emil Zolas beherbergt.
Paris ist auch eine Musikstadt von Weltrang. Die Pariser Oper, 1875 eingeweiht, gilt als eines der größten und prunkvollsten Opernhäuser weltweit. Daneben bietet der Neubau der Opéra de la Bastille, gelegen am geschichtsträchtigen Schauplatz der Französischen Revolution von 1789, dem Place de la Bastille, Kunstgenuss in modernem, schlichten und schmucklosen Gemäuer. Vom berüchtigten Staatsgefängnis „La Bastille“ sind keine Überreste mehr erhalten.
Ähnlich wie in Wien sind auch die Pariser Friedhöfe echte Sehenswürdigkeiten, die Gräber der dort bestatteten prominenten Persönlichkeiten oft Wallstätten: Der Friedhof von Montmartre (u.a. Heinrich Heines, Jacques Offenbachs, Emile Zolas und Samuel Becketts letzte Ruhestätte), die „Gottesäcker“ von Montparnasse (wo u.a. Guy de Maupassant, Camille Saint-Saens sowie Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir liegen) und Passy (wo u.a. Claude Debussy und Edouard Manet begraben sind) sowie der berühmte Père-Lachaise Friedhof, auf dem man die Gräber vieler Künstler und Künstlerinnen besuchen kann (z.B. Edith Piaf, Honoré de Balzac, Oscar Wilde, Maria Callas, Serge Gainsbourg, Yves Montand und Jim Morrison).

Parc de la Vilette (© by GB Vienna) Invalidendom (© by GB Vienna) Saint Chapelle und Palais de Justice (© by GB Vienna) Grande Arche (© by GB Vienna)


Bilder (von links nach rechts):

1. Parc de la Vilette

2. Invalidendom

3. Saint Chapelle und Palais de Justice

4. La Grande Arche in La Défense

Stadt der vielen Gesichter
Die Stadt hat viele Gesichter: Wer hier zu Fuß unterwegs ist, entdeckt alle paar hundert Meter eine andere Welt. Marais (heute von Galerien, Boutiquen und Restaurants belebt, siedelte sich hier im 16. und 17. Jahrhundert der französische Adel in „Hôtels“ genannten Prachtbauten an), die Künstlerviertel St. Germain und Montmartre oder Belleville (das ehemalige Judenviertel von Paris, heute vor allem bewohnt von Einwanderern): Jedes Viertel versprüht einen eigenen Charme. Und doch (oder gerade deshalb?) weiß man, dass man sich nur in Paris befinden kann.
Der auf einem Hügel gelegene Stadtteil Montmartre war ursprünglich ein Weinbauerndorf und wurde erst 1860 Teil von Paris– noch heute wird dort Wein gewonnen. Um 1900 war er vor allem von Bildenden Künstlern besiedelt (u.a. Manet, van Gogh, Toulouse-Lautrec, Picasso). Heute bieten Straßenmaler auf dem Place du Tertre den vorbeiströmenden Touristen ihre Dienste an. Hoch auf dem Hügel gelegen steht die 1910 fertig gestellte Basilika Sacré-Coeur. Die Stufen davor sind stets belebt von Jugendlichen und Straßenkünstlern und bieten nebenbei einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt.
Ein weiteres von Kreativen bevölkertes Viertel von Paris ist Saint-Germain. Dort, um genau zu sein im Café de Flore trafen sich einst Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und die Existentialisten um zu philosophieren. Ernest Hemingway, der im Café Aux Deux Margots um die Ecke zu sitzen pflegte, sagte über die Stadt: „Wenn man das Glück hat, als junger Mensch in Paris gelebt zu haben, bleibt es einem erhalten, egal, wohin man in späten Jahren auch geht, denn Paris ist ein Fest fürs Leben.“
Das „savoir-vivre“ der Pariser und Pariserinnen ist wahrlich sprichwörtlich. Die zahlreichen kleinen Cafés, Bistros und Boulangerien prägen das besondere Flair der Stadt. Ihre Bewohner haben Sinn für die schönen Dinge des Lebens: Paris ist bekanntlich das europäische 'Modemekka'. Auch das Nachtleben der Weltstadt ist einzigartig: Hier bieten das Moulin Rouge, der Club 'Folies-Bergère' und der 'Crazy Horse Saloon' mit ihren Shows aufregende Unterhaltung! Der Nepp in Pigalle kennt hingegen keine Grenzen: Wer seine Nächte in einem der zuvor genannten Etablissements verbringen möchte, muss sehr tief in die Tasche greifen.
Aufgrund ihres unwiderstehlichen Charmes hat die Stadt immer schon Menschen aus der ganzen Welt angezogen und ist in den letzten Jahrzehnten Heimat für viele Einwanderer aus den ehemaligen französischen Kolonien geworden, die vor allem die Vororte der Stadt, die so genannten Banlieues, bevölkern. Dort bestimmen Arbeitslosigkeit, Verarmung und Gewalttätigkeiten den Alltag. Die Stadt ist so gesehen nicht nur Mittelpunkt, sondern auch Brennpunkt der gesellschaftspolitischen Probleme Frankreichs.
Paris präsentiert sich durchaus gegensätzlich: Der imperiale Glanz der Prachtbauten und Boulevards, der Stolz auf Größe, die Haute Couture, die teuren Geschäfte auf der einen Seite, Hektik, chaotischer Verkehr und Rassismus auf der anderen. Gerade diese anscheinenden Unvereinbarkeiten machen diese Weltstadt ersten Ranges so faszinierend und interessant.

La Défense (© by GB Vienna) Centre Georges Pompidou (© by GB Vienna)


Linkes Bild:
La Défense

Rechtes Bild:
Centre Georges Pompidou



Sehenswürdigkeiten - Places of interest:
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Cité des Sciences et de l'Industrie
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Freizeitparks: Disneyland Paris, Parc Asterix
Louvre
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