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Oslo, gelegen am gleichnamigen Fjord und umgeben von weiten Wäldern, wurde bereits früh von den Wikingern besiedelt,
als Stadt jedoch erst 1048 gegründet. Oslo hat im Laufe der Jahrhunderte einige schwere Schläge erlitten: Im 15. Jahrhundert kostete
die Pest rund die Hälfte seiner Bewohner das Leben, im 17. Jahrhundert wütete ein zerstörerischer Großbrand. Ihren vollständigen
Wiederaufbau hat die Stadt dem dänischen König Christian IV. zu verdanken, dem zu Ehren Oslo auch bis 1925 'Christiania' hieß. In der norwegischen Hauptstadt wird nicht nur, aber vor allem die Kultur groß geschrieben. Die Stadt lockt mit interessanten Museen und einem vielfältigen Kulturangebot. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war sie Ausgangspunkt für wegweisende künstlerische Entwicklungen. Einer der einflussreichsten Komponisten der damaligen Zeit lebte und wirkte dort: Edvard Grieg. Er wurde 1843 in Bergen geboren und gründete 1871 in 'Christiana' einen Musikverein. 1907 starb Grieg schließlich in seiner Geburtsstadt Bergen. In Zusammenarbeit mit Henrik Ibsen entstand 1876 die Bühnenmusik zu 'Peer Gynt'. Ein Auszug aus dem ersten Satz dieser Suite, die so genannte 'Morgendämmerung', zählt nicht zuletzt auch durch die oftmalige Präsenz in der Werbung zu den bekanntesten klassischen Melodien. Henrik Ibsen gilt bis heute als der größte Dramatiker Norwegens. Er wurde 1828 in Skien geboren und 1851 zum künstlerischen Leiter des Osloer Nationaltheaters bestellt. Zu seinen berühmtesten Werken zählen neben 'Peer Gynt' die Stücke 'Stützen der Gesellschaft' (1877), 'Nora oder ein Puppenheim' (1879), oder 'Die Wildente' (1884). Ibsen starb 1906 in 'Christiania'. Die letzte von ihm dort bewohnte Wohnung ist heute ein Museum, in dem Ausstellungen und Veranstaltungen über sein Leben und Werk Auskunft geben. |
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Bilder (von links nach rechts): 1. Königliches Schloß 2. Stortinget - Das Norwegische Parlament |
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Stadtspaziergang Unsere Sightseeing-Tour beginnt auf dem 'Jernbanetorget' beim Zentralbahnhof und führt uns, vorbei an den 'Trafikanten', zunächst in die Karl Johans Gate. Diese Fußgängerzone ist nicht nur die Stadtachse von Oslo, sondern zugleich auch die zentrale Einkaufsmeile. Bereits nach wenigen Schritten gelangt man zur Oslo Domkirke, die 1697 eingeweiht wurde. Die Kanzel, der Altar und die Orgelfassade sind mit Schnitzereien von Vår Frelsers verziert, die Glasmalereien stammen von Emanuel Vigeland, dem Bruder des berühmten Bildhauers Gustav Vigeland. Weiter entlang der Karl Johans Gate kommt man unter anderem am im 19. Jahrhundert erbauten Parlamentsgebäude Oslos, genannt 'Stortinget' vorbei. Am Ende der Prachtstraße Oslos liegen das Osloer Universitätsgelände sowie das ’Nationaltheatret’. Das 1899 eröffnete Gebäude besteht aus einem Rokoko-Saal mit 800 Plätzen, insgesamt 4 Bühnen und einer Portraitsammlung in den Galerien. Biegt man vor der Universität rechts in die gleichnamige Straße ein kommt man direkt zur 'Nasjonalgalleriet', dem Norwegischen Nationalmuseum. Es besitzt die umfangreichste Sammlung der landeseigenen Kunstgeschichte. Ein eigener Saal ist für die weltberühmten Gemälde von Edvard Munch reserviert, darunter das extremste Beispiel seiner so genannten 'Seelenmalerei': 'Der Schrei'. Das Bild ist ein visualisierter, grotesker Alptraum von Angst, Apokalypse, Verzweiflung und Tod. Eine weitere Version des 'Schrei' befand sich im 1963 eröffneten Munch-Museum und fiel im August 2004 einem spektakulären Kunstraub zum Opfer. Die Annahme, das Bild sei entstanden, weil sich der Maler in einem Osloer Lokal einen Kaffee bestellte und nach einem Blick auf die Rechnung seinen entsetzten Gesichtsausdruck auf Leinwand verewigen wollte, konnte zwar nie bestätigt werden, würde aber nicht wirklich überraschen, denn Norwegens Metropole ist die wahrscheinlich teuerste Hauptstadt Europas. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, beispielsweise beim zuvor erwähnten Nationalmuseum: Hier ist für jeden Besucher freier Eintritt, und das findet man in anderen Städten wohl nur äußerst selten. In der gleichen Straße, allerdings auf der anderen Innenstadtseite der Karl Johans Gate liegen der kreisrunde 'Fridtjof Nansens plass' und das berühmte Rathaus von Oslo. Es wurde erst im Jahr 1950 anlässlich der 900-Jahr-Feiern der Stadt eröffnet. In seinen Festsälen haben seinerzeit bedeutende norwegische Künstler die Kultur und die Geschichte des Landes in Form von großartigen Fresken verewigt. Gleich hinter dem Rathaus eröffnet sich das Hafenbecken, von wo aus zahlreiche Ausflugsschiffe ablegen. Mit ihnen gelangt man auf die 'Museums-Halbinsel' Bygdøy. Im 'Norsk Folkemuseum', dem größten Freilichtmuseum Norwegens mit rund 150 Gebäuden, kann man neben diversen Häusern aus den norwegischen Provinzen eine Stabholzkirche aus dem 13. Jahrhundert und das Arbeitszimmer Henrik Ibsens besichtigen. Das benachbarte Wikingerschiff-Museum präsentiert dem Besucher drei große, je rund 20m lange Grabschiffe aus dem 9. und 10. Jahrhundert sowie weitere Funde aus Königs- und Königinnengräbern der Wikingerzeit. Weitere interessante Museen auf Bygdøy sind das 'Norsk Sjøfartsmuseum', das 'Frammuseet' (Polarexpeditionen) und das 'Kon-Tiki-Museet'. |
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| Bilder (von links nach rechts): |
1. Rathaus und Akershus-Festung 2. Wikingerschiff-Museum |
3. Edvard Munch: 'Schrei' (Nationalgalerie) 4. Henrik-Ibsen-Denkmal und Nationaltheater |
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Ist man per Ausflugsschiff schließlich wieder in der Hafenbucht angelangt, kann man entweder das neue Hafenviertel 'Aker Brygge' besuchen oder man
spaziert den sogenannten 'Akershuskai' entlang, wo man schlussendlich zur gleichnamigen Festung gelangt. Diese wurde ursprünglich im Jahre 1299
von König Håkon V. erbaut, der Oslo zum Königssitz erhob. Als Norwegen unter dänischer Herrschaft stand wurde die mittelalterliche Burg teilweise zu
einem Renaissanceschloss umgebaut, während die bestehende Festungsanlage gleichzeitig erweitert wurde. Heute finden in den Gebäuden zahlreiche
Ausstellungen statt (so hat zum Beispiel das Norwegische Architekturmuseum hier eine seine Heimstätte gefunden). Neben einer täglichen Wachablöse
gibt es hier auch ein Modell zu bestaunen, dass die Ausdehnung 'Christianias' um 1840 plastisch darstellt. Zurück in der Karl Johans Gate bietet die Besichtung des Norwegischen Königsschlosses (erbaut im 19. Jahrhundert), mit seinen weitläufigen, frei zugänglichen Grünflächen den im wahrsten Sinne des Wortes 'krönenden' Höhepunkt des Stadtspaziergangs. Das vor dem Schloss errichtete Reiterdenkmal stellt übrigens König Karl Johann dar. Da die königliche Residenz selbst leider nicht besichtigt werden kann, hat sich vor allem die hier stattfindende tägliche Wachablöse um 13:30 zum Besuchermagnet entwickelt. Nicht weit vom Schlosspark entfernt liegt das Nobel-Institut, dessen Komitee die alljährliche Aufgabe hat, einen Friedensnobelpreisträger zu nominieren. |
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| Bilder (von links nach rechts): |
1. Aker Brygge |
2. Jernbanetorget |
3. Skisprungschanze am Holmenkollen |
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Abseits bekannter Pfade Aber auch außerhalb seines 'Zentrums' hält Oslo für Besucher viele Attraktionen bereit. Eine Fahrt mit Linie 2 der 'T-Bana' führt steil bergauf auf den Holmenkollen. Vom 60m hohen Turm der Sprungschanze genießt man eine beeindruckende Aussicht auf die Stadt und den Oslofjord. Im Skimuseum finden sich unter anderem Ausrüstungsgegenstände der Polarexpeditionen von Fridtjof Nansen und Roald Amundsen. Oslos ältestes Gebäude, die 'Gamle Aker Kirke', eine um 1100 erbaute romanische Steinbasilika (in der Nähe des Erlöserfriedhofes 'Vår Frelsers Gravlund', auf dem unter anderem Henrik Ibsen und Edvard Munch begraben liegen) beeindruckt durch ihre hervorragende Akustik bei Kirchenkonzerten. Das am Oslofjord gelegene 'Henie-Onstad Kunstsenter' gilt als Norwegens Museum für Moderne Kunst. Gelegen in einer herrlichen Umgebung bietet es nicht nur Kunstgenuss, sondern auch Erholung im dazugehörigen Skulpturenpark oder am hauseigenen Strand. Ein weiteres, allerdings sehr bekanntes Touristenziel ist der Vigelandsparken, eine monumentale Anlage mit über 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland (1869-1943). Hauptattraktion ist ein 17m hoher Monolith, aus dem 121 Körper herausgemeißelt sind. Auf jedem Fall ist Oslo mit seiner überschaubaren Ausdehnung und seinen vielfältigen Naherholungsgebieten eine Stadt mit hoher Lebensqualität, die entdeckt werden will: Sie lebt nicht nur von ihren Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem auch von ihrer einladenden, gar nicht so nordisch-kühlen Stimmung. |
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Sehenswürdigkeiten - Places of interest: Domkirke Frammuseet Holmenkollen Kon-Tiki-Museum Munch Museet Nationalmuseum für Kunst (Nasjonalgalleriet) Nationaltheater (Norwegian only) Nobel Peace Center Norsk Folkemuseum Königsschloß und Norwegisches Königshaus Rathaus (Norwegian only) Stortinget (Parlament) Vigelandsparken Wikingerschiff-Museum |
Allgemeine Informationen - General informations: Oslo Oslo-Stadtführer Oslo-Gardermoen Airport |
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